WortSchatz
Ausbildungsreihe „Mündliche Erzählkunst“
Erzähler*innen unterhalten ihr Publikum nicht nur durch erzählte Geschichten, sondern überliefern Kultur, Werte, Erfahrungen und Regeln der Gesellschaft. Seit den 1980er Jahren erlebt diese mündliche Tradition eine Renaissance. Immer mehr Menschen ist es wichtig, Erzählgut nicht nur in literarischer Form, sondern gerade durch das mündliche Erzählen (das meint weder Vorlesen noch Rezitieren!) lebendig zu halten oder eigene Geschichten live zu erzählen. Ohne Buch oder Skript, allein durch Sprache, Ausdruck und Gestik verleihen die Erzähler*innen den Geschichten eine einzigartige Lebendigkeit und ihre individuelle Interpretation.
Sie leben von der Einzigartigkeit, Unwiederbringlichkeit dessen, was sie erzählen und vor allem wie sie erzählen.
In Bamberg findet diese Ausbildungsreihe wie folgt statt:
- Buchung komplett
(mit Urkunde bei erfolgreichem Abschluss) - Buchung aller Module auch einzeln möglich
(mit TN-Bestätigung) - Alle Seminarblöcke dieser Ausbildungsreihe sind für Jedermann (und -frau) mit unterschiedlichen Vorkenntnissen zugänglich, sowie anerkannt für die Grund- und Aufbaustufe der Ausbildung des Verbands der Erzählerinnen und Erzähler e.V. Jeder Block umfasst 20 Unterrichtseinheiten!
(siehe Curricula und Prüfungsordnung VEE)
KOSTEN
Komplettbuchung aller 12 Blöcke 500,- € SPAREN!
Einzelbuchung: 350,- € p.P./ Block
Preise inkl. Vollverpflegung, Material und Handouts
Übernachtung/Frühstück muss bei Bedarf eigenhändig im Montanahaus gebucht werden!
ZEITEN
- Freitag 17 – 21 Uhr
- Samstag 9.30 – 21 Uhr
- Sonntag 9.30 – 13 Uhr
ORT
- Montanahaus Bamberg
Dramaturgie I 24. – 26. Oktober 2025 Michl Zirk
Was ist Dramaturgie? Welche „Bausteine“ brauche ich, um eine gute Geschichte zu bauen? Warum befinde ich mich beim Erzählen im „Raum der Mündlichkeit“? In diesem Modul geht es darum, Grundbegriffe des freien mündlichen Erzählens kennen zu lernen und durch eigenes Ausprobieren einzuüben.
Dramaturgie II 12. – 14. Dezember 2025 Michl Zirk
Wie wandle ich eine Geschichte in Textform in eine mündliche Geschichte um? Wie verfahre ich mit logischen Fehlern, Brüchen, Personen ohne Funktion etc.? Stimmen Anfang und Ende? Wie verfahre ich mit indirekter Rede? In diesem Modul beschäftigen wir uns neben der Wiederholung von Basisinformationen damit, Geschichten von der schriftlichen in die mündliche Struktur zu „übersetzen“.
Märchen – verstaubt und abgestaubt 20. – 22. Februar 2026 Alexandra Eyrich
Neben Volks- und Kunstmärchen, Phantasiegeschichten und auch Schwänken werden die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm Kern des Seminars sein. Neben dem Element der Stimmbildung rücken Mimik, Gestik, Stimme und Sprache verstärkt in den Vordergrund. Das darstellerische und erzählerische Handwerkszeug unterstützt und ergänzt den Erzählstoff und verleiht ihm Lebendigkeit.
Verinnerlichung von Geschichten 24. – 26. April 2026 Michl Zirk
Wie gehe ich beim Imaginieren vor? Was heißt eigentlich eine Geschichte zu verinnerlichen? Und warum ist das überhaupt für das Erzählen wichtig? Eine Geschichte zu einer eigenen Geschichte zu machen, heißt, sie besser zu kennen als seine Westentasche. In diesem Modul geht es darum, Techniken und Vorgehensweisen kennenzulernen, die helfen, dieses Ziel zu erreichen.
Erzählen in der Pädagogik I 19. – 21. Juni 2026 Alexandra Eyrich
Im Zeitalter von Kurznachrichten, Emojis und spürbar abnehmender Kommunikation stellt sich die Frage, wie man Kinder und Jugendliche zu Worten und Formulierungen zurückzubringen kann. Neben Herangehensweisen wie z.B. „Erzählend lehren“ und „Erzählend lernen“ werden die Teilnehmenden mit Tipps, Tricks und vielen praktischen Impulsen versorgt. Es darf sich aus einer großen, erprobten pädagogischen Schatzkiste samt Resilienz- und Ressourcenaktivierung bei Kindern, Teenagern und Jugendlichen bedient werden – unabhängig von ihrer Herkunft und Religion, ihrem Gesundheits- und Bildungsstand.
Darstellende Momente im Erzählen 18. – 20. September 2026 Michl Zirk
In Rollen zu schlüpfen erhöht die Plastizität, Lebendigkeit, Spannung einer Geschichte. Es kann aber auch Längen abkürzen, Komik, Emotionen und Betroffenheit erzeugen. Rückgriffe auf das Imaginieren, sind dabei unerlässlich. Darüber hinaus beschäftigen wir uns in diesem Modul mit Körperlichkeit allgemein, aber auch unserer eigenen im Besonderen.
Heilsames Erzählen I … und lag in einem tiefen Schlaf 4. – 6. Dezember 2026 Alexandra Eyrich
Märchen und Geschichten erzählen von Veränderung und Verwandlung. Das sind Prozesse, die unweigerlich zu Leben und Tod gehören und nicht von ihnen getrennt werden können. Somit widmen wir uns diesen Themen auf einer inneren, lösungsorientierten Ebene und fassen das oft Unaussprechliche und den Schrecken in Bilder. Die Teilnehmenden lernen neue Sichtweisen und Perspektiven anhand von vielfältigen Methoden kennen – nicht zuletzt aufgrund einer komplett praxiserprobten eine umfassenden Arbeit mit Sterbenden und Trauernden seit 2005.
Heilsames Erzählen II – Bedeutsamkeit von Symbolik und (Inter-) Kultur 26. – 28. Februar 2027 Alexandra Eyrich
Im Mittelpunkt stehen zum einen die eigenen inneren Bilder, aber zum anderen auch die Bedeutung verschiedener Symbole ausgewählter Erzählstoffe. Biografisches Schreiben mit Metaphern durch märchenhafte Vorbilder bilden ebenso den inhaltlichen Schwerpunkt ab, wie auch die Betrachtung (inter-) kultureller Hintergründe durch Wort, Ritual, traditionelles Singen, Spielen und Bewegen.
Erzählkunst reloaded 23. – 25. April 2027 Alexandra Eyrich
Durch Musik, Bewegung und Spiel wirken Erzählungen anders. Wir erleben die Rollen der Protagonisten auf verschiedene Art und beschäftigen uns auch damit, wie Märchen und Geschichten mit der Medien- und Filmwelt zusammenhängen. Ob man jeder modern-technischen Umsetzung das Prädikat „untauglich“ unterstellen kann? Das bleibt vorerst offen…
Die Kunst, von der Kunst zu leben – Marketing & Co. 4. – 6. Juni 2027 Alexandra Eyrich
Die Rolle der Zielgruppen, die Sensibilisierung der künstlerischen Entwicklung, Konkurrenzfähigkeit, organisatorische Fragen bis hin zur Selbstreflexion und Marketingberatung bilden in diesem Seminar die Maxime. Es können persönliche Anliegen eingebracht werden, wozu jede*r entsprechend individuelle Hilfestellungen und Anregungen bekommt.
Bühnen und Technik 17. – 19. September 2027 Michl Zirk
Was braucht es, um einen Ort zu einem Erzählort, also zu einer „Bühne“ zu machen? Welche Hilfsmittel stehen mir zur Verfügung? In diesem Modul werden wir an verschiedenen Locations die jeweiligen Möglichkeiten und Herausforderungen kennenlernen und ausprobieren. Und: welche Technik brauche ich beim Erzählen?
Erzählen in der Pädagogik II 19. – 21. November 2027 Michl Zirk
Inhalte, die durch Geschichten vermittelt werden, werden nicht nur schneller und leichter verstanden, sondern bleiben auch länger im Gedächtnis. Darüber hinaus fördert das Erzählen von Geschichten die Fantasie und somit das problemlösende Denken ebenso wie die Entwicklung sprachlicher Strukturen. In diesem Modul geht es um die praktische Anwendung des freien mündlichen Erzählens in der Schule und kulturellen Bildung.
Einzelcoaching Alexandra Eyrich/ Michl Zirk
Auf Anfrage! (min. 4 – max. 8 UEs)